• Kerstin K.

Zeitreise nach Schwerin


Familienausflug!

Das Ziel war klar - Schwerin. Das Wetter leider nicht so. Zwar trocken, aber windig und kühl. Also haben wir die Jugendlichen ins Auto verfrachtet und sind ab nach Schwerin in das "Freilichtmuseum für Volkskunde".

Wegen des Wetters hatten wir das ganz Museumsdorf fast für uns allein. Das ganze Gelände erstreckt sich über fast 7 Hektar und grenzt direkt an den Schweriner See. Alte Häuser - restauriert bzw. wieder aufgebaut - entführen uns in eine Zeit ohne Strom und damit ohne elektrische Begleiter in Haus und Hof. Beim Schauen und Staunen in den einzelnen Häusern - besonders, weil es an dem Tag auch so ungemütlich gewesen ist, bekamen wir ein so echtes Gefühl davon, was es hiess, damals so gelebt zu haben, wie noch unsere Großeltern. Die klamme Bettwäsche, die in der dunklen Jahreszeit gar nicht richtig trocknen wollte und konnte. Eine Feuerstelle im Haus - um die sich dann die vielköpfige Familie sammelte. Die Mahlzeiten, die auf holzbetriebenen Herden gekocht und gebacken wurde - nix mit Fastfood und TK Essen ... ;) Die kleinen Räume - immerhin bekam man sie schnell warm. Aber niemand von uns wollte zurück in die Zeit.

Aber nicht nur Bauernhäuschen kann man beschauen, auch die Häuser der Fischer, die Schule, Imkerei, ... sind zu begehen, zu erkunden und zu verstehen.


Die Schule war für unsere Jugendlichen (Vier an der Zahl) spannend. Noch bevor wir Erwachsenen sie im Klassenraum fanden, hatten sie sich an die Pulte gesetzt und versucht, die Tafel in der Ecke zu entziffern - und es geschafft!

Sie schauten sich Tafelbilder an - die wir Erwachsenen noch aus unserer Schulzeit kannten. Ich fand die damals schon immer total spannend. "Wimmelbilder für die Schule".

Hier die Schwalben, die natürlich auch draußen schon ihre Nistplätze aufgeschlagen hatten. In der Schule noch sehr intensiv zu erkennen, die Zeit der DDR. Gefühlt ist das 100 Jahre und mehr her. Wie sich alles seitdem verändert hat.



Wieder im Aussengelände konnten wir durch den Gemüsegarten laufen, toll, was schon alles anfing zu wachsen (1. Mai 2018). Bienenvölker warteten schon auf ihren Einsatz an den Blüten der Obstbäume, die in voller Blüte standen. Ein bisschen wir bei den "Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren - im Kirschblütenland ...


Wer den Weg zum Wasser hinter läuft, findet dort alles, was die Fischer so benötigten. Und ein Schiffswrack ...

Das Wasser des Schweriner Sees übrigens unsagbar klar. Ob das damals, als auch Abwasser hineingeleitet wurden und dort gewaschen wurde, auch so war?







Da wir uns danach auf den Weg in den "Schlossgärtnerei Willigrad" zum Kaffeetrinken aufgemacht haben, liessen wir das kulinarische Kaffee-Angebot links liegen und fuhren am östlichen Teil des Schweriner Sees hoch nach Willigrad. Die Strecke dorthin ist wunderschön. Die Straße, die den See quert, wird wirklich eingerahmt vom Wasser und kurze Zeit später waren wir schon im Wald, auf dem Weg in die Schlossgärtnerei. Man MUSS Anfang Mai hinfahren - da ist der Waldboden ein Teppich aus weissen Buschwindröschen.


Die Schlossgärtnerei und auch das Schloss sind in den letzten Jahren"schicker" gemacht worden. Umgeben von einer alten Steinmauer, sitzt man unter Apfelbäumen und schlemmt sich durch die hausgemachten Kuchen, Torten und kleinen Snacks! Bei dem Grauwetter in diesem Jahr haben wir uns allerdings ins Gewächshaus gesetzt und dort ungehemmt geschlemmt. Ausserdem steht noch das eigentliche Kaffee - mit herrlichem Ofen in der Ecke, zur Verfügung - ist meistens jedoch voll! Am Hintereingang des Kaffees kann man Marmeladen, Karten, Gestricktes, Pflanzen und vieles mehr, käuflich erwerben. Ich hole mir dort gern Kräuter!!


Hier noch eine kleine Auswahl der schönsten Fotos unseres Familienausfluges ins Schweriner Umland.


Fazit: GERN wieder - und empfehlenswert für die ganze Familie. Mit freundlichen Mitarbeitern, die gern erklären und weiterhelfen. Ein echtes Kleinod am Rande des Schweriner Sees. Liebevoll - bis ins Detail - ausgestattet!!



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