• Kerstin K.

Nordkappreise 4. Teil Inari - Von Rentieren und Wildness pur

Aktualisiert: 29. Okt. 2021

Inari



Nun also geht es weiter auf unserer Route Richtung Nordkapp und unser erster "Lufthol-Aufenthalt" von zwei Nächten wird im "Wilderness Hotel" in Inari sein.

Auch dieses Hotel hatte ich schon vor knapp 2 Jahren gefunden, für absolut erstrebenswert gehalten und gebucht. Netterweise war es auch hier überhaupt kein Problem, unsere Übernachtungen zu verschieben. Mein Plan ist, hier noch einmal im Winter hinzufahren, um Schnee und den finnischen Winter zu genießen! Das Hotel ist wunderschön!


Aber erstmal ist der Weg das Ziel und ungeduldig warte ich auf Rentiere. Immer wieder kann man lesen, dass sie auf den Straßen rumlaufen. Im Gegensatz zu den Elchen. (Beim Schreiben dieses Eintrags sind wir schon seit knapp 4 Wochen unterwegs und haben noch nicht einen einzigen Elch gesehen ... wohl aber sehr viele andere Tiere).


Wenn man so durch die Gegend fährt, kann es einem passieren, dass irgendwo ein Schild kommt mit einer Information, die man unbedingt auch sofort umsetzen möchte. So passiert an einem Schild, welches uns von der Hauptstraße E75 nach rechts wies. Kurzentschlossen bogen wir ab. Und plötzlich waren sie direkt vor uns. Rentieren. Diese hübschen Tiere! Auf der Straße, am Auto vor uns. Ganz entspannt liefen sie dort. Und es sollten die ersten von ... vielen sein, denen wir in den nächsten Wochen begegneten.


Sie sind überall anzutreffen. So auch an der The Lampivaara Amethyst Mine, die leider geschlossen hatte. Aber der kleine Laden war geöffnet und vor dem Laden habe ich ein Rentier fotografieren können, welches aussah als würde es Pumps tragen (siehe Foto).

Sehr modebewußt!


Dann fuhren wir bis kurz vor Inari und tranken unseren Kaffee wieder an einem ruhigen See - jedoch deutlich kühler als an den vorherigen Tagen und damit verringerten wir unsere Verweildauer auch enorm.


Auf den Fotos:

1. Wollgras, das überall wächst, wo es ein bisschen feucht / moorig ist.

2. Rentiere begleiten uns im Norden

3. menschenleere Straßen

4. Picknik am See

5. Übrall Blutweiderich - ebenfalls ein Indikator für Wasser in der Nähe

6./7. Moor und Feuchtgebiete

8. Ein Rentier mit "Pumps"


Inari

In Inari hatte ich das "Wilderness Hotel Inari" gebucht und, weil mir schon deren Homepage überaus einladend erschien, gleich für 2 Nächte - damit wir einmal durchatmen können und nicht nur "on the road" sind! Das war eine wirklich gute Idee - wobei wir 1. noch länger hätten dort verweilen können und 2. wir unbedingt noch einmal im Winter hinfahren werden!

Polarlichter und Schnee an dem schon herrlichen Ort - kaum zu steigern!


Das Hotel ist gemütlich eingerichtet, die Zimmer sind schön und die Hütten wohl ein Luxus - wenn wir mit den Kindern fahren sollten, werden wir so eine nehmen - mit Kamin und Kuschelsofa. Ausserdem gibt es noch Hütten, deren Decke aus Glas ist, um im Winter die Polarlichter beobachten zu können.


Auf dem Grundstück gibt es ein kleines Boot, das man sich ausleihen kann, um auf dem Juutuanvuono See zu schippern. Ausserdem am Rande des Sees eine Sauna, mit einer kleinen Badestelle.

Auch ein großes Zelt befindet sich auf dem Grundstück, das für Veranstaltungen genutzt wird.


Haupthaus wird ein sehr leckeres Frückstückbuffet aufgebaut und das Essen im À la card Restaurant abends ist saisonal und regional und sehr schmackhaft! Wir haben an beiden Abenden dort gegessen und waren sehr begeistert!


Auf den Fotos zu sehen:

1. Haupthaus - Eingang

2. Zimmer

3. Blick aus dem Restaurant

4. Vorspeisenplatte mit Lachs und Rentier

5. Ceasar Salad

6. Kaminzimmer im Haupthaus

7. Restaurant mit Blick auf den See

8. Chalet



An unserem freien Tag sind wir dann ins Sami- Museum "Siida" gegangen.


Mich fasziniert schon immer deren Art zu leben - und auch umherzuziehen. Zu dem Museum, welches gerade erweitert und umgebaut wird, gehört ein großer Aussenbereich.

Wir kauften die Karten, gingen durch ein Gebäude und schon befanden wir uns mitten in einem, wieder aufgebauten, Hof einer Sami-Familie. Dieser Hof wurde sogar bis 1950 bewohnt und dann, in diesem Zustand, abgebaut und im Museum wieder zum Leben erweckt. So ist es eine wunderbare Entdeckungsreise in die Vergangenheit generell und die der Samen im Speziellen.



Die Bilder sprechen für sich und wer mehr Informationen haben möchte, findet diese auf diversen Seiten im Netz oder besser noch - selbst hinfahren!! Der Rundweg ist ca. 800 m lang und in Form eines Rentier-Hirten-Lassos. Es gibt dort auch eine kleine Lichtung, auf der man genau das üben kann: Werfen des Lassos ... beliebt bei den kleinen Besuchern.

Ich fand besonders beeindruckend die Stelle der Goldwäsche und die verschiedenen Fallen für die Tiere dort. Ob Elch, Fuchs oder Bär - für jede Tierart gibt es unterschiedliche Fallen, die dort aufgebaut und genau erklärt sind. Was für ein karges Leben. Wie unwirklich in unserer Zeit, dieses Rumwandern unter schwierigen Lebensbedingungen. Sehr beeindruckend! Und ein tolles Freilichtmuseum, welches die 10.ooo Jahre alte Geschichte von Inari erzählt. Die ersten Menschen wohnten wohl schon zur Mittelsteinzeit am Ufer des Inarijärvi-Sees, wo er auf den Juuanjoki trifft.


Es wird auch auf Schaubildern über das heutige Leben der Samen berichtet. Dass die Kinder in den Sprachen der Sami unterrichtet werden (siehe Fotos!), und eben die Traditionen aufrecht erhalten werden (müssen).


Das eigentliche Museum wurde während unseres Besuches leider gerade umgebaut und soll am 01. April 2022 wieder eröffnet werden. Auch das wird sicherlich einen Besuch wert sein.


Nach dem langen Besuch im Museum sind wir noch am Sami Parlamentsgebäude vorbeigefahren. Leider war es geschlossen. Aber auch so war der Tag mit Eindrücken gut gefüllt . Abends haben wir wieder im Hotel gegessen und uns auf die Weiterfahrt - nach Norwegen - vorbereitet.


Wir kommen wieder, Inari!



Die Reiseroute: Rovaniemi - Ivalo - Inari

ca. 327 km - 3 3/4 Stunden plus Umweg nach Ivalo














Hier die Links aus dem Text:

Amethyst- Mine im Nationalpark , Ivalo

"Wilderness Hotel Inari" , Inari

Siida - Museum, Inari - Seite auf englisch

Samische Sprache(n)


Du hast Fragen zu diesem Abschnitt der Reise? Stelle sie mir gern!



 

Die gesamte Reise:


Teil 1: Hamburg - Öland - Sönderköping hier klicken

Teil 2: Sönderköping - Stockholm - Gävle - Sundsvall

hier klicken

Teil 3: Sundsvall - Kemi - Rovaniemi hier klicken

Teil 4: Rovaniemi - Inari hier klicken

Teil 5: Inari - Kirkenes - Lakselv hier klicken






 


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